2015
Nachhaltig angebaute und verarbeitete Lebensmittel, ökologische Landwirtschaft und Naturentwicklung

Thomas Harttung, Mitbegründer von Aarstiderne

Welche Herausforderung hat den Denkanstoß für dieses Projekt gegeben?

Wenn wir die ökologische Landwirtschaft als Branche betrachten, wird im Durchschnitt zu viel versprochen und zu wenig gehalten. Søren [Mitbegründer von Aarstiderne] und ich wollten in Sachen ökologische Denkweise gegen den Strom schwimmen und zu einem erfolgreichen Unternehmen werden. Wir wollten die Art und Weise verändern, wie Verbraucher Lebensmittel wahrnehmen und konsumieren.

Welche Strategie haben Sie zur Lösung dieses Problems entwickelt?

Aus strategischer Sicht ging es in den letzten zehn Jahren hauptsächlich um die Etablierung von Bioprodukten, um ihre Bedeutung am Markt zu steigern. Unsere [Sørens und meine] neue Idee bestand darin, Boxen mit Mahlzeiten zu liefern, angefangen bei Obst und Gemüse bis Fisch und Fleisch. Über das Erlebnis mit Biomahlzeiten wollten wir Menschen für die Öko-Idee begeistern. Und wir entwickeln zunehmend neue Formen der Landwirtschaft.

Welchen Einfluss hatte die Triodos Bank auf Ihr Geschäft?

1999 fand auf der World Organic Conference ein Workshop statt, den ich mit leitete und bei dem es darum ging, wie „grünes“ Eigenkapital für ökologische Ideen genutzt werden könnte und wie man eine Vertrauensbasis zwischen „grünen“ Unternehmern und den Banken schaffen könnte. Auch die Triodos Bank saß im Podium und von da an haben wir eine großartige Beziehung aufgebaut, in deren Rahmen Triodos zu einem Investor in unserem Unternehmen und unsere Finanzierung dadurch nachhaltiger wurde. Triodos versteht, dass es in dieser Entwicklung um die Schaffung von etwas geht, das langfristig sinnvoll ist.

Welchen Einfluss hat Ihr Unternehmen auf den Sektor?

In den kommenden zwei bis drei Jahren wird der Schwerpunkt meiner Tätigkeit auf der Entwicklung der nächsten Generation oder eines neuen Musters für die ökologische Landwirtschaft liegen. Durch die derzeitige Größe des ökologischen Landwirtschaftssektors und dem öffentlichen Interesse besteht für Aarstiderne tatsächlich Gelegenheit, zu den grundlegenden Prinzipien zurückzukehren und ein System der ökologischen Landwirtschaft zu schaffen, das eher den eigentlichen Zielen und Erwartungen unserer Kunden entspricht.

Welchen Einfluss hat das Unternehmen auf die direkte Umgebung?

Aarstiderne hat sich zu einem Unternehmen mit 54.000 Kunden überwiegend in Dänemark, aber auch in Schweden, entwickelt. Das Unternehmen hat sein Angebot des Versands von Obst- und Gemüsekisten um Boxen für Mahlzeiten mit abgewogenen Zutaten für Präferenzen wie Fisch/Fleisch, vegetarische Ernährung, Diäten, etc. und Rezepte erweitert. Wir sind Marktführer, da wir kontinuierlich für eine Verbesserung der Lebensqualität der Menschen und gleichzeitig ihrer Nachhaltigkeit sorgen. Wir ermöglichen es Menschen, ihr Leben so zu gestalten, wie sie es wirklich leben wollen. Junge berufstätige Menschen in den urbanen Regionen haben große Schwierigkeiten, weil sie ihren Beruf und ihre Karriere lieben, dadurch aber schwerer für sich selbst und ihre Familien sorgen können. Sie suchen nach einer Lösung, die sie von Montag bis Freitag versorgt, und wir bieten diese Lösung kontinuierlich. Das Gute ist, dass unsere Kunden ständig neue Ansprüche stellen und wir permanent neue Wege für bessere Lösungen finden, die für mehr Zufriedenheit, Nachhaltigkeit und Komfort sorgen.

Inwiefern kann sich die Triodos Bank mit der Vision Ihres Unternehmens identifizieren?

Meiner Meinung nach stimmen unsere Werte in hohem Maße mit denen der Triodos Bank überein. Triodos kann einen Beitrag als langfristiger Investor für uns leisten und auch in andere, ähnlich orientierte Unternehmen investieren, die zu einer besseren gemeinsamen Zukunft und mehr Innovation beitragen. Indem wir Unternehmen unterstützen, die denselben Pfad eingeschlagen haben wie wir, und in diese investieren, können wir die Chance erhöhen, zu einer einflussreichen Bewegung heranzuwachsen.