Energie und Klima

900.000

Die von Triodos Investment
Management finanzierten
Energieprojekte führten zu
einer Reduktion von über
900.000 Tonnen CO2 und
generierten 810 MW
Energie aus erneuerbaren
Quellen.

Im Kampf gegen den Klimawandel und für den Aufbau einer nachhaltigeren Wirtschaft ist es unerlässlich, den Energiebedarf zu senken, Energie so effizient wie möglich zu nutzen und massiv in erneuerbare Energien zu investieren. Mit mehr als 25 Jahren Erfahrung im Bereich erneuerbare Energien ist Triodos Investment Management bevorzugter Partner vieler Investoren und auf diesem Gebiet tätiger Unternehmen.

Im Bereich Energie und Klima betrug das verwaltete Vermögen zum Jahresende 847 Mio. EUR (2015: 880 Mio. EUR).1 Der Rückgang beim verwalteten Vermögen in diesem Segment ist dem Umstand zuzuschreiben, dass Triodos Renewables plc als fortan von der Triodos Bank unabhängiges Unternehmen seit März 2016 nicht mehr von Triodos Investment Management verwaltet wird. Triodos Renewables erzeugt heute nicht nur sehr erfolgreich Strom aus sauberen Quellen, sondern ist dabei auch wirtschaftlich sehr erfolgreich und hat es geschafft, eine große Anzahl an Investoren zusammenzubringen. Damit war in der Entwicklung von Triodos Renewables der Punkt erreicht, diesen Erfolgskurs als vollständig unabhängiges Unternehmen weiter fortzusetzen. Diese Unabhängigkeit erlaubt es dem Unternehmen, Chancen am Markt für erneuerbare Energien flexibler und schneller zu nutzen. Wäre das Unternehmen rechtlich Teil eines regulierten Finanzinstituts geblieben, wären hier Grenzen gesetzt. Triodos Renewables firmiert nun unter dem Namen Thrive Renewables.

Das Gesamtportfolio des Triodos Renewables Europe Fund und des Triodos Groenfonds umfasste im Bereich erneuerbare Energie 92 Projekte, von denen 84 eine Gesamtkapazität von rund 810 MW hatten. Damit konnte im Jahr 2016 der Ausstoß von über 0,9 Mio. Tonnen CO2 vermieden werden, was dem Stromverbrauch von 550.000 Haushalten in Europa entspricht.

Bei diesen Projekten handelt es sich um 51 Windkraftanlagen, 26 Photovoltaik-Anlagen, eine Biomasseanlage, 7 Wärme-/Kältespeicher-Projekte, ein Wasserkraftprojekt sowie sechs im Bau befindliche Projekte.

1 Dieser Betrag beinhaltet die vom Triodos Groenfonds getätigten Investitionen im Bereich der ökologischen Landwirtschaft. Da Triodos Investment Management das Management des Fonds obliegt, ist dieser Betrag in diesem Bericht enthalten.

Der Triodos Groenfonds verzeichnete 2016 ein deutliches Wachstum beim verwalteten Vermögen und konnte so durch Anlage in einige wegweisende Projekte seine positive Wirkung in Bezug auf die Schaffung einer nachhaltigeren Gesellschaft verstärken. Ein Beispiel ist der Windpark Bouwdokken, der auf den Deichen rund um die ehemaligen Baudocks des Deltapark Neeltje Jans in Zeeland, Niederlande, errichtet werden soll. Der Windpark wird pro Jahr mehr als 130 kWh Strom erzeugen, was dem Stromverbrauch von über 42.000 Haushalten und einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 87.000 Tonnen entspricht. Der Bau des Windparks hat außerdem den Anstoß zur Erschließung von Fußwegen und Naturschutzprojekten in Neeltje Jans gegeben.

Der Triodos Renewables Europe Fund hat ferner gemeinsam mit SolarAccess, einem niederländischen Anbieter im Bereich erneuerbare Energien, in Aufdach-Photovoltaikanlagen für den Brauereikonzern Heineken investiert, nachdem bereits 2015 ein Investment in Aufdach-Photovoltaikanlagen für die Distributionszentren von Heineken in den Niederlanden getätigt worden war. Durch dieses Projekt wird die Kapazität der Aufdach-Solaranlage der Heineken-Brauerei in Massafra, Italien, um 2,3 MWp ergänzt. Insgesamt hat die Anlage nach der Installation von weiteren 8.800 Solarkollektoren eine Kapazität von 3,3 MWp und ist damit das größte Photovoltaik-Projekt, das weltweit auf einer Brauerei installiert wurde. Dank des Standorts im Süden Italiens dürfte relativ viel Strom erzeugt werden, der dem jährlichen Bedarf von rund 1.850 Haushalten in Italien entspricht. Der erzeugte Strom wird von der Brauerei selbst genutzt. Durch das Solarprojekt werden die CO2-Emissionen um 1.722 Tonnen reduziert.