Basel III-Kapital- und Liquiditätsanforderungen

Mit den aufsichtsrechtlichen Vorgaben soll die Widerstandsfähigkeit des Bankensektors durch die Verbesserung der Eigenkapitalausstattung und die Einführung strengerer Liquiditätsanforderungen, wie sie der Basler Ausschusses für Bankenaufsicht entwickelt hat, verstärkt werden. Nach den neuesten Zahlen erfüllt die Triodos Bank die Kapital- und Liquiditätsanforderungen von Basel III und übertrifft diese sogar bereits.

Die Kapitalstrategie der Triodos Bank stellt auf eine solide Kapitalisierung ab. Dies ist ein äußerst wichtiger Aspekt, da der Kapitalbedarf mit der Finanzkrise und der Einführung der neuen Basel III-Vorschriften gestiegen ist. Die Triodos Bank strebt eine aufsichtsrechtliche Eigenkapitalquote von 12-14% und damit einen Wert an, der deutlich über dem intern berechneten ökonomischen Kapital liegt. Dies soll ein gesundes und sicheres Risikoprofil garantieren. Genauso wichtig wie die Eigenkapitalquote ist die Qualität der Eigenkapitalbestandteile. Mehr als 99% des Eigenkapitals der Triodos Bank kommt aus Aktien. Der Kapitalbedarf wird im Rahmen des jährlichen ICAAP (Internal Capital Adequacy Process) berechnet, der von der niederländischen Zentralbank überprüft wird.

2012 konnte die Triodos Bank mit Erfolg Kapital in Höhe von 96 Mio. EUR von ihren Kunden einwerben und hat damit ihre Zielvorgaben übertroffen. Dadurch konnte sie zum Ende des Jahres 2012 eine aufsichtsrechtliche Eigenkapitalquote von 16% halten und lag damit deutlich über der Mindestanforderung.

Die Triodos Bank verfügte auch 2012 über eine sehr starke Liquiditätsposition. Unsere Politik ist es, überschüssige Liquidität in hochliquide Anlagen in dem Land zu investieren, aus dem die Mittel stammen. In den Niederlanden hat die Triodos Bank einen Großteil ihrer Liquidität in niederländische Staatsanleihen, Kommunalobligationen und Bankanleihen investiert und bei der der Europäischen Zentralbank angelegt. In Belgien wurde der Großteil der liquiden Mittel in belgische Staatsanleihen investiert und oder als Einlagen bei Banken platziert. In Spanien floss der Liquiditätsüberschuss zum Teil in spanische Staatsanleihen. In den anderen Ländern, in denen die Triodos Bank tätig ist, wurde die überschüssige Liquidität bei anderen Banken angelegt.

Mindestliquiditätsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) und strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding, NSF) liegen deutlich über den von Basel III vorgegebenen Mindestwerten.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand ist für die Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines geeigneten rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems verantwortlich. Die Finanzberichterstattung ist das Ergebnis eines strukturierten Prozesses unter Leitung und Aufsicht des Finanzmanagements der Triodos Bank, bei dem verschiedene Funktionen ineinandergreifen und in den auch die einzelnen Niederlassungen einbezogen sind.

Der Vorstand ist auch für den Aufgabenbereich Risikomanagement und Compliance verantwortlich. Das Risikomanagement arbeitet mit der Geschäftsleitung bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien und Verfahren zur Erkennung, Messung, Bewertung, Reduzierung und Beobachtung sowohl finanzieller als auch nicht finanzieller Risiken zusammen. Compliance ist hauptverantwortlich dafür, dass die Triodos Bank alle externen Vorschriften und internen Richtlinien einhält. Ob Risikomanagement und Compliance ihre Funktion als Teil des internen Kontrollsystems wirksam erfüllen, wird regelmäßig mit dem Prüfungs- und Risikoausschuss erörtert. Die interne Revision der Triodos Bank gewährleistet eine unabhängige und objektive Beurteilung von Corporate Governance, internen Kontrollen, Compliance und Risikomanagement der Triodos Bank. Der Vorstand ist dafür verantwortlich, die gesamten internen Prüfungsaufgaben festzulegen und die Integrität der Kontroll- und Risikomanagementsysteme zu überwachen. Er steht unter der Aufsicht des Aufsichtsrats und seines Prüfungs- und Risikoausschusses.

Das unternehmensweite Risikomanagementsystem bildet die Grundlage für ein bankweites rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem. Der Vorstand geht davon aus, dass dieses in den nächsten Jahren positive Ergebnisse liefern wird.

Der Vorstand der Triodos Bank erklärt, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass das Risikomanagement- und Kontrollsystem 2012 nicht ordnungsgemäß und wirksam funktioniert hätte.

Das Risikomanagement- und Kontrollsystem bietet ausreichende, aber keine absolute Sicherheit hinsichtlich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie der Erstellung und sachgerechten Darstellung des Jahresabschlusses.