Kapitalbedarf und Vorschriften nach Basel III

Kredit- und Einlagenvolumen wachsen, gleichzeitig sind und bleiben wir solide kapitalisiert. Dies ist ein äußerst wichtiger Aspekt, da der Kapitalbedarf nach der Finanzkrise generell gestiegen ist. Wir streben eine Eigenkapitalquote von ca. 14 % und damit einen Wert an, der deutlich über unserer eigenen, intern berechneten Eigenkapitalquote (ökonomisches Kapital) liegt. Damit möchten wir unseren Anlegern ein gesundes und sicheres Risikoprofil garantieren. Das ökonomische Kapital wird im Rahmen des jährlichen ICAAP (Internal Capital Adequacy Process) berechnet, der von der niederländischen Zentralbank überprüft wird.

Doch auch Vorschriften werden von Zeit zu Zeit geändert, wie etwa die des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht. Sie wurden verabschiedet, um den Bankensektor durch strengere Kapital- und Liquiditätsanforderungen widerstandsfähiger zu machen. Die Triodos Bank erfüllt die kürzlich vom Basler Ausschuss veröffentlichten neuen Kapital- und Liquiditätsanforderungen, besser bekannt als Basel III. Diese Vorschriften müssen bis 2019 vollständig umgesetzt werden.

2011 konnten wir mit Erfolg mehr als 75 Mio. EUR neues Kapital von unseren bestehenden Investoren und Privatkunden einwerben und lagen damit über den Zielvorgaben. Dadurch konnten wir die BIZ-Quote von 14,4 % zum Ende des Jahres 2011 aufrechterhalten und lagen damit deutlich über der geforderten Quote.

Die Triodos Bank hatte auch 2011 eine sehr liquide Bilanz. Unsere Politik ist es, überschüssige Liquidität in hochliquide Anlagen in dem Land zu investieren, aus dem die Mittel stammen. In den Niederlanden haben wir unsere Liquidität in niederländische Staatsanleihen sowie Kommunalobligationen und Bankanleihen investiert. In Belgien haben wir weniger Alternativen, sodass hier der Großteil der liquiden Mittel in belgische Staatsanleihen floss. Dadurch hat sich unser Portfolio belgischer Staatsanleihen 2011 von 143 auf 258 Mio. EUR vergrößert. In den anderen Ländern, in denen die Triodos Bank tätig ist, haben wir überschüssige Liquidität bei anderen Banken angelegt.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand ist für die Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines geeigneten rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems verantwortlich. Die Finanzberichterstattung ist das Ergebnis eines strukturierten Prozesses unter Leitung und Aufsicht des Finanzmanagements der Triodos Bank, bei dem verschiedene Funktionen ineinandergreifen und in den auch die einzelnen Niederlassungen einbezogen sind.

Der Vorstand ist auch für den Aufgabenbereich Risikomanagement und Compliance verantwortlich. Das Risikomanagement arbeitet mit der Geschäftsleitung bei der Entwicklung und Umsetzung von Strategien und Verfahren zur Erkennung, Messung, Bewertung, Reduzierung und Beobachtung sowohl finanzieller als auch nicht finanzieller Risiken zusammen. Compliance ist hauptverantwortlich dafür, dass die Triodos Bank alle externen Vorschriften und internen Richtlinien einhält. Ob Risikomanagement und Compliance ihre Funktion als Teil des internen Kontrollsystems wirksam erfüllen, wird regelmäßig mit dem Prüfungs- und Risikoausschuss erörtert. Die interne Revision der Triodos Bank gewährleistet eine unabhängige und objektive Beurteilung von Corporate Governance, internen Kontrollen, Compliance und Risikomanagement der Triodos Bank. Der Vorstand ist dafür verantwortlich, die gesamten internen Prüfungsaufgaben festzulegen und die Integrität der Kontroll- und Risikomanagementsysteme zu überwachen. Er steht unter der Aufsicht des Aufsichtsrats und seines Prüfungs- und Risikoausschusses.

Das unternehmensweite Risikomanagementsystem bildet die Grundlage für ein bankweites rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem. Der Vorstand geht davon aus, dass dieses in den nächsten Jahren positive Ergebnisse liefern wird.

Der Vorstand der Triodos Bank erklärt, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass das Risikomanagement- und Kontrollsystem 2011 nicht ordnungsgemäß und wirksam funktioniert hätte.

Das Risikomanagement- und Kontrollsystem bietet ausreichende, aber keine absolute Sicherheit hinsichtlich der Verlässlichkeit der Finanzberichterstattung sowie der Erstellung und sachgerechten Darstellung des Jahresabschlusses.