Schuldenkrise und Rettungspakete

Schuldenkrise

Für viele war 2011 ein von einer sich verschlimmernden Wirtschaftskrise geprägtes Jahr. Angefangen bei der Rettung Griechenlands bis hin zur unsicheren Zukunft des Euro stehen alle Warnsignale des globalen Finanzsystems auf rot. Aber während sich die Politiker und die Medien auf den Euro konzentrieren, ist die Krise in Wirklichkeit eine Krise des Schuldenmachens.

Wir sind hochverschuldet, als Staaten, Unternehmen und Privatpersonen. Banken haben immens hohe Schulden angehäuft, ihre Kapitalbasis damit überstrapaziert und sich so unverantwortlich hohen Risiken ausgesetzt. Die Zentralbanken haben die Zinsen gesenkt, sodass noch mehr Schulden gemacht werden können und noch mehr konsumiert werden kann. Der Heilige Gral Wirtschaftswachstum bleibt unangetastet, und die Probleme lösen soll weiterhin die unsichtbare Hand des Marktes.

Rettungspakete

In den letzten drei Jahren haben die Regierungen milliardenschwere Rettungspakete für das angeschlagene Finanzsystem geschnürt. Dieses Geld fehlte dann natürlich bei wichtigen Themen wie der Armutsbekämpfung, der Reduzierung des CO2-Ausstoßes und der Finanzierung kleiner Unternehmen. Doch im Grunde ist all dies keine Geldfrage, sondern eine Frage des politischen Willens.

Mehr denn je kommt es auf glaubwürdige neue Ansätze und neue Denkanstöße an. Die Triodos Bank und mit uns unsere Kunden und Partner haben also eine wichtige Rolle. Wir werden dieser Rolle nicht durch schiere Größe gerecht werden, sondern als Orientierungspunkt für andere, indem wir unter Beweis stellen, dass man vieles auch anders machen kann.

Banken sind viel zu wichtig, um sie den Bankern zu überlassen. Wir möchten ein Bewusstsein dafür schaffen, dass ‘jeder ein Banker ist’; dass wir alle Verantwortung tragen und Einfluss darauf nehmen können, was unser Geld mit den Menschen um uns herum und unserer Umwelt macht. Allein kann die Triodos Bank einen solchen gesamtgesellschaftlichen Bewusstseinswandel nicht bewirken, aber wir können Katalysator hierfür sein.